Der Artikel zeigt, wie rhythmische Musik beim Gangtraining eingesetzt wird. Ein gleichmäßiger Takt von etwa 90 bis 120 Schlägen pro Minute kann dabei helfen, den eigenen Gangrhythmus zu strukturieren. Stefan Mainka beschreibt die Musik als eine Art „akustisches Geländer“, an dem sich Patient:innen orientieren können.
In einer Untersuchung mit 15 Menschen mit einer Parkinsonerkrankung verbesserte ein mehrwöchiges rhythmisches Gangtraining unter anderem Schrittlänge und Gehgeschwindigkeit. Auch die Fähigkeit, Rhythmen wahrzunehmen und wiederzugeben, verbesserte sich. Teilweise noch vier Wochen nach dem Training.
Warum Musik diese Wirkung haben könnte, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Im Artikel werden verschiedene neurobiologische Erklärungsansätze vorgestellt, darunter die sogenannte neuronale „Ankopplung“ (Entrainment) und die mögliche Rolle von Dopamin. Die These, dass rhythmische Stimulation als eine Art „Dopaminersatz“ wirken könnte, wird dabei ausdrücklich als vorläufig und noch nicht ausreichend belegt eingeordnet.
Und Musik kann noch mehr. Beim gemeinsamen Singen geht es auch um Artikulation, Atemmuskulatur und den Rhythmus des Sprechens. Gleichzeitig können vertraute Lieder Erinnerungen und Emotionen wecken.
Quelle: Iris Proff, „Parkinson: Kann Musik Dopamin ersetzen?“, Spektrum der Wissenschaft.
Ebenso gibt es hierzu ein schönes Feature beim Deutschlandfunk.
